Eröffnung Haus der Materialisierung

Eröffnung Haus der Materialisierung

Während vieles in den letzten Wochen Corona-Bedingt im Schlummerschlaf lag, hat sich baulich einiges am Haus der Statistik getan. Wir arbeiten zurzeit weiter an der Öffnung von Haus B und C, freuen uns aber besonders nun die Eröffnung von Haus E anzukündigen.

Das Modellprojekt Haus der Statistik wird von fünf Kooperationspartnern (Koop5) aus Zivilgesellschaft und Verwaltung kooperativ als Ort zum Wohnen, Leben und Arbeiten entwickelt. Die Erdgeschosse des neuen Quartiers sollen dem Gemeinwohl dienen. Während der Planungs-  und Bauphase wird die Basis dafür mit den Pioniernutzungen erarbeitet. Die Pioniernutzungen kommen aus den Bereichen Kultur, Nachbarschaft, Bildung & Soziales.  (mehr: www.hausderstatistik.org)

In dem Flachbau an der Berolina Straße erwacht bereits seit Mitte 2019 das Haus der Materialisierung zum Leben – ein Zusammenschluss verschiedener Initiativen arbeitet hier am Aufbau eines multidisziplinären urbanen Zentrum für zirkuläres Wirtschaften!

Die Vision des HdM ist es, prototypische Strukturen für einen gemeinwohlorientierte und ökologischen Umgang mit Materialien und Ressourcen zu identifizieren und in der Gemeinschaft zu erproben. Um dies angewandt und vor Ort möglich zu machen, wurde der seit über zehn Jahren leerstehende Flachbau Haus E in das „Reallabor” Haus der Materialisierung transformiert. Daran beteiligt sind viele lokale Berliner Akteure: die MaterialMafia, Kunststoffe, Baufachfrauen, Mitkunstzentrale, Cosum, Schlesiche 27, Freifunk, Frickeln Kollektiv, der Textilhafen der Berliner Stadtmission, Kostümkollektiv, Habibiship, Extinction Rebellion, Nie Kollektiv, einige Handwerker:innen, der Sonntags-Club und Murks? Nein Danke. Bei der Realisierung wurden wir unterstützt von der Stiftung Anstiftung und der deutschen Postcodelotterie. 

Neben einer Metall- und einer Holzwerkstatt wird es auch Räume für die Textilverarbeitung, ein Drucklabor und sogar eine Goldschmiede geben. Die Werkstatträume werden gemeinschaftlich verwaltet und organisiert, ebenso wie das große Gemeinschaftslager. Der Fokus liegt dabei auf gebrauchten Materialien und deren zirkuläre Weiter- und Wiederverwendung. In den kommenden zwei bis drei Jahren wird im Haus der Materialsierung gesammelt, (künstlerisch) geforscht, verkauft, repariert, gewerkelt, informiert, getauscht und gemeinsam an einer Vision für eine nachhaltigere und sozial gerechte Zukunft gearbeitet. 

Wissenschaftlich begleitet wird das Reallabor Zirkuläres Wirtschaften über drei Jahre von einem Zusammenschluss der TU Berlin, der ZUsammenKUNFT Berlin eG, der Material Mafia und der Circular City – Zirkuläre Stadt e.V. An dieser Stelle bedanken wir uns auch nochmals für die Projektförderung des DBU – Deutsche Bundesstiftung Umwelt.


Zu unserem nächsten KO-Markt, am Samstag, 20. Juni von 14 – 18 Uhr, kann das Haus der Materialisierung nun erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Zwischen Werkhof, und dem sandigen Außenbereich unserer Wüste liegt es gut sichtbar zur Berolinastraße und begrüßt Besucher*innen mit seinem vielversprechenden Titel  H a u s   d e r  M a t e r i a l i s i e r u n g. Kommt vorbei, wir freuen uns auf euch!

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